25.04.2019, 19:00 Uhr, St. Bonifatius Kirche, Varel
Eine musikalische Aufführung zum Gedenken an die 1905 geborenen tschechischen Künstler, Jiri Wachsmann, Jan Werich und Jaroslav Jezek unter der Schirmherrschaft des Botschafters Tschechiens SE Mgr. Tomas J. Podivinsky und des Primators der Hauptstadt Prag MUDr. Zdeněk Hrib. Leitung: Dusan-Robert Parisek
Prag, die Hauptstadt der auf den Trümmern der öster­reichisch-ungarischen Monarchie entstandenen Tschecho­slowakischen Republik, wurde zum lebendigen Mittelpunkt eines modernen künstlerischen Schaffens, mit dem sich die neue, aus dem ersten Weltkrieg heil hervorgegangene Ge­neration zu Worte meldete: Jiri Wachsmann/Voskovec und Jan Werich, haben sie sich als Jura-Studenten kennen-gelernt, verband das Interesse für moderne Literatur und für die Kunst der Nachkriegsepoche. Prag, die Hauptstadt der Tschecho­slowakischen Republik, wurde in 20. und 30. Jahren des 20. Jahrhundert zum Zentrum eines modernen künstlerischen Schaffens und auch der politischen Toleranz in Europa. Die Grün­dung des bedeutenden Avantgarde-Theaters „Befreites Theater“ durch Wachsmann und Werich, das sich mit Mitteln der Komik mit politischen und sozialen Problemen befasste, fand 1926 statt. Das Theater hatte sich zum Ziel gesetzt, eine „künstlerische, unpathetische, un­romantische, aber klare und lyrische Welt" zu schaffen und die Kunst der entfesselten Phantasie zu entfalten.

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Jaroslav Jezek, Jan Werich, Jiri Voskovec/Wachsmann

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„Immer nur lächeln“ Voskovec / Wachsmann und Werich PF 1935, Befreites Theater Prag Musikdirektor des Theaters wurde der Avantgarde-Komponist und Jazz-Musiker Jaroslav Jezek, 1906, studierte am Prager Konservatorium, unter anderem bei dem berühmten Violinisten Josef Suk. Mit 22 Jahren fing er als Dirigent und Komponist bei der Prager Bühne "Befreites Theater" an, der berühmten Prager Avantgarde-Bühne der Vorkriegszeit. Zu den Theaterstücken von Werich und Voskovec komponierte er Musik, spielte selbst zu den Vorstellungen auf dem Klavier und dirigierte das Theater-orchester. Unterhaltung und Satire mit Spitzen gegen das damalige gesellschaftliche Leben beherrschten die Bühne. Jezek verband die +Jazzmusik mit den klassischen Klängen des Orchesters. Nach der deutschen Besetzung 1938 wurde das Theater geschlossen und alle drei waren gezwungen ins amerikanische Exil zu gehen. Jaroslav Jezek starb 1942 in New York. Jan Werich kehrte nach dem Krieg nach Prag zurück. Jiri Voskovec spielte am Broadway und in Hollywood (u.a. im Sidney Lumets Kultfilm aus dem Jahr 1957 „Die zwölf Geschworenen“, oder „Der Spion der aus der Kälte kam“, eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von John le Carré) in den 1950-er Jahren war Jiri Voskovec Unesco Filmbeautragter in Paris.
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Esel und Schatten Die Musik von Jaroslav Jezek spielt Collegium tschechischer Philharmoniker
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Esel und Schatten Die Musik von Jaroslav Jezek spielt Collegium tschechischer Philharmoniker

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Vibraphonist Oli Bott

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ES SINGEN UND SPIELEN

7 8 9 10
U.F.Kannenberg Susanne Eisenkolb Antje Rietz Manfred Eisner