DIE KUNST AUFZUHÖREN   ein musikalisch-literarisches  Gedenken an die Befreiung von Auschwitz-Birkenau am 27. Januar 1945 mit Liedern und Texten großer Europäische r Schriftsteller, Kabarettisten, Librettisten und Musiker, von denen viele die Hölle des Dritten Reiches nicht überlebt haben, an die nur ihre Werke erinnern… u. A. Arnold und Emil Golz, Fritz Grünbaum, Fritz Levy, Rudolf Levyson, Beda Löhner, Leo Straus, Otto Stransky, Ilse Weber.

FRITZ GRÜNBAUM, Dr-Jura, Kabarettist, Schriftsteller, Librettist und Humorist. Er wurde am 7. April 1880 in Brünn / Mähren geboren und im KZ Dachau am 14. Januar 1941 ermordet. Studierte 1899-1903 Jura an der Universität Wien. Trat erstmals 1906 in dem Kabarett „Die Hölle" mit lustigen Geschichten im Brünner Dialekt auf und war auf Anhieb erfolgreich. Nach Gastspieljahren in Berlin (ab 1907) kehrte Grünbaum 1914 nach Wien zurück und trat im Simpl auf. Hier entstanden auch die berühmten Doppel-konferenzen mit Karl Farkas, mit dem dieses Genre unsterblich gemacht wurde.
Er war der sprachbegabteste und vielseitigste Vertreter des Wiener Kabaretts der Zwischenkriegszeit. 1938 gelang es ihm nicht, in die Tschechoslowakei zu fliehen; er wurde verhaftet und am 24. Mai 1938 ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Am 23. September 1938 kam er mit Transport nach Buchen-wald und am 24. Oktober 1940 wurde er wieder zurück nach Dachau transportiert.

 
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 NOVEMBER 1938